Archive for the ‘Web 2.0’ Category

100 Dollar für ewigen Ruhm

28. Juni 2007

A propos Basel:

Nachdem mein geschätzter Kollege Luxinger sich standhaft weigert, weiter auf irgendwelche Ausländergruppen einzuschlagen, sind (wie zu erwarten) die Besucherzahlen auf unserer liebevoll gehegten und gepflegten Seite eingebrochen.

Das muss aber nicht sein. Mit einem überschaubaren Einsatz von rund 100 Dollar kann man sich bei digg.com ganz schnell ganz viele Fans kaufen. Das hat eine Reporterin von wired.com bewiesen, indem sie einen völlig sinnlosen Blog mit Fotos zu Menschenansammlungen erstellt hat und die Firma User/Submitter beauftragte, diese populär zu machen.

Und das hat so einwandfrei funktioniert, dass man sich unwillkürlich die Frage stellt: Wieso eigentlich machen wir das nicht, lieber Luxinger? Mit 100 Dollar zum Helden des Web 2.0! Diese Investition dürfen wir nicht scheuen.

Und da wir schon dabei sind: Wenn wir dann so richtig populär sind, könnte sich da nicht die eine oder andere Kooperation mit der einen oder anderen Firma auftun?

Denk drüber nach, Luxinger. Ganz besonders gut geht das übrigens mit einem Sanddorn-Lutscher von Ricola.

Advertisements

Cyber Mobbing

12. Juni 2007

A propos Basel:

Vor wenigen Tagen wurden an dieser Stelle Youtube, Flickr, Blogs und was das Web 2.0 sonst noch so ausmacht, begeistert als neue Medienkanäle gelobt, die es den Feinden der Meinungsvielfalt unter den Machthabern heutzutage schwer machen, unerwünschte oder unbequeme Stimmen zum Schweigen zu bringen.

Heute muss ich ergänzen, dass die neuen Medien durchaus auch ein gewisses negatives Potenzial haben. Natürlich, wussten wir schon!!! Aber in dieser Form?
Harmlose Lehrer sehen sich immer stärker einem neuen Phänomen ausgesetzt, dem Cyber Mobbing. Wo wir früher noch mit zartem Schabernack operierten, kursieren nun frisierte Bilder der Lehrerinnen und Lehrer im Netz, fiese Fotomontagen und brutale Filme. Der Name des Lehrers wird in Chattrooms missbraucht oder in anderer Art im virtuellen Raum Rufmord betrieben (siehe Spiegelartikel). Wenn ich das lese, kann ich nur noch mal wiederholen: Leute, das Lehrersein ist auch nicht das, was es mal war.

Youtube statt Fernsehkanal

4. Juni 2007

A propos Basel:

Blogs, Youtube, Flickr, Myspace – jeder Technik- und IT-Banause – sogar der Autor – kann sich ’seinen Medienkanal‘ erstellen. ‚Social Media‘. Theoretisch mit weltweiter Ausstrahlung.

Das hat natürlich auch seine Nachteile. Ja logisch: Stellen Sie sich vor, Sie sind Gegner der Meinungs- und Medienvielfalt? China, Burma, Russland oder auch Italien… Da wollen Sie doch nicht, dass jede/r Regime- oder Regierungskritiker/in ihren/seinen eigenen Medienkanal aufschalten und unabhängige News senden kann. Wo kommen wir denn da hin?

Hugo Chavez z. B. macht hier gerade so seine Erfahrungen: Der regimekritische regierungskritische Fernsehkanal RCTV erreicht 242.000 Besucher/innen, obwohl die Regierung der Station die Sendeerlaubnis Sendelizenz im staatlichen Kabelnetz (Ergänzung, 5. Juni 2007, 9.26) entzogen hat. RCTV sendet neu via Youtube. Ja, der Machthaber von heute hat es auch nicht mehr nur leicht…