Archive for the ‘USA’ Category

Basel spricht (IV)

25. Juli 2007

A propos Basel:

Ortstermin: 47°34′03″ Nord, 7°35′32″ Ost (Spielplatz Matthäuskirche, Kleinbasel):

„Dr Undertaker und dr ander chönne gar nid brüeder si. Dr Undertaker kunnt uss USA und dr ander uss Texas!“

Damit steht es nach dieser Fachsimpelei über Wrestling 1:1 zwischen Europa und den USA bei meinen Lieblings-Geographie-Erkenntnissen. Denn wie wurde ein Freund in den Staaten einmal so schön gefragt: „Europe, is that close to Spain?“

Ablasshandel einmal anders

16. Juli 2007

A propos Basel:

Vom Mittelalter her kommt uns das ja bekannt vor: „Bei einem Ablass werden,“ so lerne ich bei Wikipedia, „nach katholischer Auffassung zeitliche Sündenstrafen durch gute Werke (Gebete, Almosen, Pilgerfahrt) teilweise oder ganz erlassen. Nicht zu verwechseln ist der Ablass mit Vergebung.“

In der Erzdiözöse Los Angeles wird der Ablasshandel immer noch erfolgreich praktiziert. Heute einfach mit umgekehrten Vorzeichen, wie ich der Süddeutschen entnehme, die katholische Kirche eher so in der zahlenden Rolle…

Am Samstag haben sich die Erzdiözese Los Angeles und Opferverbände im größten Missbrauchskandal, in den die katholische Kirche in den USA verwickelt war, auf die Zahlung von nicht weniger als 660 Millionen Dollar geeinigt, umgerechnet rund eine halbe Milliarde Euro.

Zu Bedenken bleibt für die amerkanischen Katholiken aber noch folgender Zusatz aus dem Wiki: „So mag, kurz gesprochen, zwar die Sünde vergeben sein, ihre Folgen (Misstrauen) sind aber noch vorhanden. Die Sünde ist vergeben, ihre Folgen sind aber nicht aus der Welt.“ Aha!

Herr Razinger, was sagen eigentlich Sie zu all dem???

Arnie optimiert

16. Mai 2007

A propos Basel:

Bevor ich mich in ein längeres Wochenende begebe, habe ich gerade wieder mal etwas animierendes von unser aller Arnold Schwarzenegger gelesen: Er will die Todeszellen optimieren, weil die mitunter nicht so effizient funktioniert haben. Arnold erklärte laut Spiegel:

Er werde alles unternehmen, um den Einsatz der Giftspritze mit der Verfassung in Einklang zu bringen, damit die Todesstrafe in Kalifornien beibehalten werden könne.

Ja, der Mann setzt sich eben noch für seine Ideale ein. Da gibt es in anderen Staaten vielleicht Schlaffis, sag ich Ihnen. Arnie dagegen ist einfach ein Mann der Tat. Er räumt mit den Missständen im Exekutionsbereich gnadenlos auf. Da wurde echt ziemlich geschlampt, kann man sagen. Das Personal war schlecht ausgebildet und verabreichte schon mal den falschen Cocktail an tödlichen Substanzen. Dazu kamen die elenden Strompannen. Kurz, seit 16 Monaten konnte kein Mensch mehr richtig exekutiert werden. Und die schweren Jungs staun sich ja gewaltig an in Kalifornien: 650 warten bereits darauf, den Gang der Dinge zu nehmen. Und das ist doch irgendwie kein Zustand.

Deshalb scheut Arnie keinen Aufwand: Auf 100 Seiten legt er seinen Plan zu einem ‚Verfassungskonformen Exekutieren‘ dar. Gerechnet wird mit Ausgaben von über 700.000 Dollar für neue State-of-the-art-Exekutionskammern. Und wenn das kein erbauliches Thema ist um in sein verlängertes Wochenende zu gehen, dann weiss ich es auch nicht.

In diesem Sinne wünsch ich allen 650 und Ihnen zuhause natürlich auch – schöne Auffahrt…