Archive for the ‘Musik’ Category

Fuck, Lily

3. Juli 2007

A propos Basel:

Zehn Jahre ist es also schon her, seit Prinzessin Diana mitsamt Chauffeur und Liebhaber um einen Pfosten gewickelt wurde. Und wie hat damals jemand im deutschen Satiremagazin Titanic so schön geschrieben: „Als ich von ihrem Tod erfuhr, fühlte ich mich, als ob eine mir völlig unbekannte Jet-Set-Tussi gestorben wäre.“

Doch auch wenn meine Gefühle der „Princess of Hearts“ gegenüber praktisch identisch sind, stolperte ich am Wochenende beim zappen über dieses Riesenkonzert in Wembley – und blieb hängen, weil da gerade die von mir äusserst geschätzte Lily Allen über die Bühne, naja, stolperte, weil sie das mit den ganz hohen Absätzen halt doch nochmals üben sollte.

Was mich aber wirklich betrübt hat, war, dass sie sich ganz offensichtlich selbst zensuriert hat. „But you were fucking that girl next door, what ja do that for?“, singt sie zumindest auf meiner CD im Lied „Smile“. Auf ihrer Homepage hat sie es nun in „you were doing that girl“ umgewandelt. Und bei der Diana-Sausse hiess es plötzlich „loving“…

Fuck, Lily! Sollte das mit den Übertragungen in die USA zu tun haben? Oder war das falsch verstandene Pietät? Dabei war Diana selbst doch dem Beischlaf nicht besonders abgeneigt. Vor allem dem ausserehelichen ohne Verhütung – zumindest nicht mit dem Reitlehrer James Hewitt, dessen Ähnlichkeit mit Prinz Harry aber natürlich reiner Zufall ist…

Ach Gottchen

10. April 2007

A propos Basel:

Da gibt es ja im oberen Baselbiet einen Baschi, der es zunächst einmal geschafft hat, dass ein anderer Baschi sich wieder ein „and the fucking beautiful“ anhängen musste.

Das reicht ihm aber natürlich nicht. Und weil es um ihn und seinen merkwürdigen Sing-Dialekt doch eher ruhig geworden ist, macht er einfach mal das, was noch immer funktioniert hat: Er schustert sich einen Text mit Gott, Porno sowie irgendwelchen Drogen zusammen und hofft auf die Medien.

Nachdem sich der Sonntagsblick gierig auf den „Skandal“ gestürzt hat und nun auch die Basler und die Aargauer Zeitung eine Riesenstory veröffentlicht haben, darf festgestellt werden: Plan vollumfänglich aufgegangen.

Und es stellt sich eine Frage: Partizipiert die EDU, die Eidgenössisch-Demokratische Union, eigentlich an den Tantiemen von DJ Bobo und Baschi, für die sie mit ihrer vorprogrammierten Entrüstung die CD-Verkäufe ankurbelt?

Für uns, lieber Luxinger, bedeutet das alles allerdings vor allem eines: Mehr gottlose Beiträge, mehr Pornografie und mehr Drogen in unseren Texten. Auf dass wir endlich von der grossen, weiten Schweizer Medienwelt entdeckt werden.

P.S. Ach ja, WIRKLICH schlimm an Baschis Text ist nicht der Inhalt – sondern seine Qualität. Da wurden andere schon wegen weniger ans Kreuz genagelt.