Ablasshandel einmal anders

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A propos Basel:

Vom Mittelalter her kommt uns das ja bekannt vor: „Bei einem Ablass werden,“ so lerne ich bei Wikipedia, „nach katholischer Auffassung zeitliche Sündenstrafen durch gute Werke (Gebete, Almosen, Pilgerfahrt) teilweise oder ganz erlassen. Nicht zu verwechseln ist der Ablass mit Vergebung.“

In der Erzdiözöse Los Angeles wird der Ablasshandel immer noch erfolgreich praktiziert. Heute einfach mit umgekehrten Vorzeichen, wie ich der Süddeutschen entnehme, die katholische Kirche eher so in der zahlenden Rolle…

Am Samstag haben sich die Erzdiözese Los Angeles und Opferverbände im größten Missbrauchskandal, in den die katholische Kirche in den USA verwickelt war, auf die Zahlung von nicht weniger als 660 Millionen Dollar geeinigt, umgerechnet rund eine halbe Milliarde Euro.

Zu Bedenken bleibt für die amerkanischen Katholiken aber noch folgender Zusatz aus dem Wiki: „So mag, kurz gesprochen, zwar die Sünde vergeben sein, ihre Folgen (Misstrauen) sind aber noch vorhanden. Die Sünde ist vergeben, ihre Folgen sind aber nicht aus der Welt.“ Aha!

Herr Razinger, was sagen eigentlich Sie zu all dem???

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Eine Antwort to “Ablasshandel einmal anders”

  1. Razinger Says:

    Das Grandiose, ja eben schon fast Göttliche am Ablass ist ja, dass er demjenigen, der ihn bezahlt, die Wartezeit im Fegefeuer auf das letzte Gericht verkürzt. Und da diese Wartezeit normalerweise mit „unendlich“ umschrieben werden muss, bezahlt man also für eine Substraktion von unendlich… Da muss also schon eine gewisse Glaubensbasis vorhanden sein, wenn man in eine Ablassbulle investiert.

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