Zum Integrationsgipfel

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A propos Basel:

Habe gerade mit Herrn Razinger bei einem gemütlichen Mittagessen im Garten unserer Lieblingskneipe die Kontroverse um den Integrationsgipfel in Deutschland debattiert. Ein sehr spannendes Thema wie ich finde.

Der Wiener Standard bringt die Diskussion um den Integrationsgipfel und den Boykott der wichtigen türkischen Verbände meiner Meinung nach auf den Punkt, wenn er kommentiert:

Manche, so scheint es, sollen vor dem Gesetz gleicher sein als andere. Für Ärger sorgt jener Passus, der den Familiennachzug regelt. Möchte der in Deutschland Lebende seinen Ehepartner nachkommen lassen, so muss dieser künftig einfache Sprachkenntnisse vorweisen. Das gilt für Türken, nicht aber für Australier, Japaner oder Neuseeländer, weil diese visumfrei nach Deutschland kommen dürfen. ‚Hans darf, Ali nicht‘, kritisiert Bekir Alboga vom türkisch-islamischen Religionsverein Ditib. Man kann nachvollziehen, dass sich Türken diskriminiert und als besondere Problemfälle abgestempelt fühlen. Dennoch: Deswegen den Integrationsgipfel zu boykottieren ist der falsche Weg. Probleme löst man nicht durch Schweigen, sondern durch Reden. Seit Jahren fordern Migrationsverbände in Deutschland einen Dialog mit der Bundesregierung auf Augenhöhe. Nun gibt es erstmalig eine solche Gelegenheit, und dann laufen die Ersten davon, wenn ihnen etwas nicht passt. Um beim Bild der Verweigerer zu bleiben: Ali sollte den Holzweg wieder verlassen und zurück zum Integrationsforum gehen. Hans wartet dort auf ihn.

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